Trübes Wasser trotz korrektem Chlorwert ist oft ein Zeichen dafür, dass der Filter überprüft werden sollte. Wenn Sie wissen, wie Sie den Poolfilter richtig reinigen, erhalten Sie nicht nur klareres Poolwasser - Sie entlasten auch die Pumpe, halten den Energieverbrauch niedrig und verlängern die Lebensdauer der gesamten Wasseraufbereitungsanlage.
Der Poolfilter fängt das auf, was Badegäste, Wind und Gartenleben mit sich bringen: Pollen, Blätter, Hautreste, Sonnencreme und sehr kleine Partikel. In einem schwedischen Garten kann sich die Belastung schnell ändern, besonders während der Pollensaison oder nach starkem Regen. Deshalb reicht es nicht aus, nur die Wasserwerte zu kontrollieren. Der Filter benötigt die richtige Pflege, damit der Pool weiterhin ein bequemer und hygienischer Treffpunkt für die Familie bleibt.
Beginnen Sie damit, Ihren Poolfilter zu identifizieren
Die Reinigungsmethode hängt davon ab, welchen Filtertyp Ihr Pool hat. Die häufigsten Varianten sind Sandfilter, Filter mit Filterglas und Patronenfilter. Sandfilter und Filterglas befinden sich in der Regel in einem Filtertank und werden hauptsächlich durch Rückspülen gereinigt. Patronenfilter enthalten eine oder mehrere herausnehmbare Filterkartuschen, die manuell ausgespült werden.
Schauen Sie in der Bedienungsanleitung Ihrer Anlage nach, wenn Sie unsicher sind. Besonders wichtig ist es, die Stellungen des Ventils und den empfohlenen Durchfluss der Pumpe zu kennen. Eine falsche Ventilstellung oder eine Bedienung, während die Pumpe läuft, kann Ventil und Anlage unnötig belasten.
Bevor Sie beginnen, schalten Sie immer die Umwälzpumpe aus. Öffnen Sie dann vorsichtig die Entlüftung oder den Deckel des Pumpenkorbs, um eventuell vorhandenen Druck im System abzulassen. Arbeiten Sie ruhig und prüfen Sie, ob die Ventile richtig stehen, bevor Sie die Pumpe wieder starten.
So reinigen Sie Poolfilter mit Sand oder Filterglas
Sandfilter und Filterglas werden geschätzt, weil sie hohe Belastungen bewältigen und einen einfachen laufenden Betrieb ermöglichen. Filterglas kann oft kleinere Partikel als herkömmlicher Filtersand auffangen, doch beide Materialien müssen regelmäßig rückgespült werden. Beim Rückspülen wird die Wasserströmung durch den Filtertank umgekehrt, sodass der Schmutz zum Abfluss oder zu einer vorgesehenen Spülstelle geleitet wird.
Wann ist es Zeit zum Rückspülen?
Der deutlichste Anhaltspunkt ist das Manometer am Filtertank. Notieren Sie den Druck, wenn der Filter frisch rückgespült und sauber ist. Wenn der Druck danach um etwa 0,2 bis 0,3 bar gestiegen ist, ist es in der Regel Zeit zum Rückspülen. Wie oft dies nötig ist, hängt von der Größe des Pools, seiner Nutzung und davon ab, wie viel Schmutz ins Wasser gelangt.
Sie können auch merken, dass die Einlaufdüsen einen geringeren Durchfluss haben, dass der Bodensauger an Leistung verliert oder dass das Wasser schwieriger ganz klar zu bekommen ist. Warten Sie nicht, bis die Zirkulation fast zum Stillstand gekommen ist. Ein verschmutzter Filter erzeugt einen höheren Widerstand, wodurch die Pumpe härter arbeiten muss.
Rückspülen in der richtigen Reihenfolge
Schalten Sie die Pumpe aus und drehen Sie das Mehrwegeventil auf die Stellung Backwash oder Rückspülen. Starten Sie anschließend die Pumpe und lassen Sie sie laufen, bis das Wasser im Schauglas klar wird. Das dauert oft etwa zwei bis drei Minuten, kann aber je nach Anlage und Verschmutzungsgrad des Filters variieren.
Schalten Sie dann die Pumpe erneut aus und drehen Sie das Ventil auf Rinse, Spülen oder Nachspülen. Lassen Sie die Pumpe etwa 20 bis 30 Sekunden laufen. Dieser Schritt ist kurz, aber wichtig, da er das Filterbett neu verdichtet und das Risiko verringert, dass schmutziges Wasser bei normaler Filtration zurück in den Pool gelangt.
Schalten Sie die Pumpe noch einmal aus, drehen Sie das Ventil auf Filter und starten Sie dann die Anlage. Prüfen Sie, ob der Druck wieder nahe Ihrem normalen Ausgangswert liegt und ob der Wasserstand im Pool noch ausreichend ist. Rückspülen verbraucht etwas Wasser, füllen Sie also bei Bedarf nach.
Rückspülen Sie nicht unnötig häufig. Ein zu häufiges Rückspülen verschwendet sowohl Wasser als auch aufgeheizte Energie. Außerdem funktioniert ein Filterbett oft am besten, wenn es bereits eine kleine Menge Partikel aufgenommen hat. Lassen Sie daher den Druck und die Wasserqualität entscheiden, statt einem zu starren Wochenplan zu folgen.
Patronenfilter reinigen, ohne das Filtergewebe zu beschädigen
Ein Patronenfilter ist in kleineren Pools, Aufstellpools und einigen Minipools üblich. Er kann eine sehr feine Filtration leisten, doch die Kartusche muss gereinigt werden, wenn der Durchfluss sinkt oder der Druck steigt. In der Hochsaison kann eine schnelle wöchentliche Kontrolle sinnvoll sein, besonders wenn der Pool oft genutzt wird.
Schalten Sie die Pumpe aus, schließen Sie die Ventile, falls Ihre Anlage solche hat, und öffnen Sie das Filtergehäuse gemäß den Anweisungen des Herstellers. Nehmen Sie die Kartusche heraus und prüfen Sie die Falten. Entfernen Sie größere Blätter und Verschmutzungen von Hand, bevor Sie sie abspülen.
Verwenden Sie einen Gartenschlauch mit weichem bis mittlerem Strahl und spülen Sie zwischen den Falten von oben nach unten. Halten Sie die Düse in angemessenem Abstand. Ein Hochdruckreiniger oder ein zu harter Wasserstrahl kann das Filtergewebe beschädigen und die Lebensdauer der Kartusche verkürzen.
Wenn die Kartusche Fett, Kalk oder eine Ablagerung aufweist, die sich mit Wasser nicht lösen lässt, kann es notwendig sein, sie in ein für Poolfilter geeignetes Reinigungsmittel zu legen. Halten Sie sich genau an die Dosierung und spülen Sie die Kartusche danach sehr gründlich aus. Übliche Haushaltschemikalien sind selten eine gute Wahl, da sie das Material beschädigen oder das Gleichgewicht des Poolwassers beeinflussen können.
Lassen Sie gern eine gereinigte Ersatzkartusche trocknen, während die andere verwendet wird. Mit zwei Kartuschen können Sie schnell wechseln und jedem Filter eine gründliche Reinigung geben, ohne die Badesaison länger als nötig zu unterbrechen.
Tiefenreinigung, wenn Rückspülen nicht ausreicht
Rückspülen entfernt losen Schmutz, aber nicht immer Kalk, Öle und sehr feine Beläge im Filtermaterial. Wenn der Druck nach einem Rückspülen schnell wieder ansteigt oder das Wasser trotz gut eingestellter Wasserwerte trüb bleibt, kann der Filter eine tiefere Reinigung benötigen.
Für Sandfilter und Filterglas wird ein Reinigungsmittel verwendet, das für Filtertanks geeignet ist. Das Mittel wirkt gemäß den Anweisungen des Produkts und wird anschließend durch ein längeres Rückspülen und Nachspülen ausgespült. Prüfen Sie immer, ob das Mittel genau zu Ihrem Filtermaterial passt. Filterglas und Sand haben unterschiedliche Eigenschaften, und das richtige Produkt macht einen Unterschied beim Ergebnis.
Der Sand in einem Sandfilter muss nicht jedes Jahr ausgetauscht werden. Oft kann er mehrere Saisons lang funktionieren, doch die Intervalle hängen von der Wasserqualität, der Nutzung und der Pflege ab. Wenn die Körner abgerundet, verklumpt oder die Filterleistung trotz korrekter Reinigung nicht mehr ausreichend ist, ist es Zeit, das Material zu ersetzen. Filterglas hat oft eine lange Lebensdauer, doch auch hier sollten Sie den Zustand des Materials prüfen, wenn die Anlage gewartet wird.
Häufige Fehler, die die Filtration verschlechtern
Der häufigste Fehler ist, die Ventilstellung zu ändern, während die Pumpe läuft. Schalten Sie die Pumpe immer zuerst aus. Ein weiterer ist, mit der Reinigung zu lange zu warten, was sowohl zu schlechterer Wasserqualität als auch zu unnötigem Verschleiß an der Pumpe führen kann.
Viele konzentrieren sich außerdem nur auf den Filter, wenn das Wasser trüb wird. Filtration, Zirkulation und Wasserchemie müssen zusammen funktionieren. Ein sauberer Filter kann einen falschen pH-Wert, zu geringe Desinfektion oder zu kurze Zirkulationszeit nicht ausgleichen. Ebenso löst zusätzliche Chemie das Problem nicht, wenn der Filter verstopft ist.
Vergessen Sie den Vorfilter an der Pumpe nicht. Der Pumpenkorb fängt gröberen Schmutz auf, bevor das Wasser den Hauptfilter erreicht, und sollte regelmäßig geleert werden. Ein sauberer Korb verbessert den Durchfluss und sorgt dafür, dass der Hauptfilter mit der richtigen Art von Partikeln arbeitet.
Passen Sie die Pflege der Saison an
Im Frühsommer kann Pollen eine häufigere Reinigung erfordern, während der Hochsommer oft mehr Belastung durch Badegäste und Sonnencreme mit sich bringt. Haben Sie eine poolüberdachung verringert sich die Menge an Blättern und anderem groben Schmutz, die ins Wasser gelangt, aber der Filter muss dennoch gepflegt werden. Eine poolüberdachung erzielt die beste Wirkung zusammen mit regelmäßiger Zirkulation und einem gut gewarteten Reinigungssystem.
Bei der Öffnung im Frühjahr ist es sinnvoll, Filtermaterial, Dichtungen, Manometer und Ventilfunktion zu prüfen, bevor die Belastung zunimmt. Vor der Winterstilllegung sollte die Anlage gemäß den Voraussetzungen des Systems gereinigt werden, damit im Filter und in den Rohren während der kalten Periode kein Schmutz zurückbleibt.
Eine gut gepflegte Filteranlage fällt im Alltag selten auf - und genau das ist der Sinn. Wenn das Wasser klar bleibt, die Pumpe ruhig arbeitet und der Pool immer bereit für ein spontanes Abendbad wirkt, haben Sie mehr Zeit für das Gartenleben und weniger für Fehlersuche. Wenn Sie sich bei Filtertyp, Wartungsbedarf oder der saisonalen Anpassung Ihrer Anlage unsicher sind, kann Pooltime Ihnen helfen, eine sichere Lösung zu finden, die genau zu Ihrem Pool passt.